Firmengeschichte Richard Sellmer Verlag
 

 
  • Der Stuttgarter Verlag wurde 1946 in Stuttgart-Rohr von Richard Sellmer gegründet. Von den amerikanischen Besatzungsbehörden erhielt man am 9. Dezember 1946 die Druckgenehmigung. Das Papier für die Produktion war aus der amerikanisch besetzten Zone zu beziehen. Die Produktion begann im Wohnzimmer des Hauses Schmellbachstrasse 36. (Gegenüber dem heutigen Firmengebäude)
 
 
 
 
  Richard Sellmer
 
  Home of Advent Calendar  
 
  • Das erste Motiv (Die kleine Stadt) wurde vollständig von Hand gefertigt. Mit diesem Motiv, Deutschlands erstem Adventskalender nach dem zweiten Weltkrieg, stellte Richard Sellmer Ende der 40er Jahre auf der internationalen Messe in Frankfurt aus. Dadurch konnten Kontakte zu amerikanischen Kunden hergestellt werden. Zu diesem Zeitpunkt waren Adventskalender in den USA noch völlig unbekannt. 1950 stellte er zum ersten mal auf der Nürnberger Spielwarenmesse aus.
 
 
  Die Reaktion auf die ersten Adventskalender war enorm. Zahllose Dankesbriefe an den Weihnachtsmann zeugen von einer Zeit, in der auch noch Kleinigkeiten große Freude bereiteten. Selbst aus den USA brachte der Postbote Grüße an den "Secretary General of Father Christmas" in Stuttgart-Rohr. Man begann das Programm um zahlreiche Adventskalender zu erweitern und um Krippen, die aus Karton gefertigt wurden, auszubauen.

Klicken Sie hier um einen Brief an "Father Christmas" zu lesen.

 
 
 
 
  • Als ein Pressefotograf dann auch noch den Präsidenten Eisenhower und dessen Enkelkinder mit einem Sellmer-Adventskalender ablichtete, liefen in Stuttgart-Rohr die Telefone heiß. Ebenso warb die First Lady Nixon für die Adventskalender des Verlages. In den USA wurde Richard Sellmer als "The Source of Advent Calendar" und als "Home of Advent Calendar" bezeichnet. Jedes Jahr wurde dort eine "Miss Christmas Town" gekrönt - eine Adventskalender-Königin. Selbst Bundeskanzler Adenauer wurde von den Amerikanern bezüglich der Lieferung von Sellmer Adventskalendern angeschrieben.

Die Stuttgarter Nachrichten schrieben am
5. Dezember 1959 :

  • Schon Anfang der 50er Jahre belieferte man Kunden in Japan, Australien und Neu-Seeland.

    Die Adventskalender waren damals noch sehr aufwendig gestaltet und wurden größten Teils in Handarbeit gefertigt.

    Mit dem Erlös des Adventskalenders "Alt Stuttgart" half Richard Sellmer die zerbombten Kirchenfenster der Stuttgarter Stiftskirche wiederherzustellen. Diese Aktion wurde 1998 zugunsten der Renovierung der Stiftskirche wiederholt und war ein grosser Erfolg.

    1969 starb Richard Sellmer und Tim Sellmer übernahm die Geschäftsleitung. Die Produktion wurde weitgehend rationalisiert und so können auch größere Stückzahlen produziert werden. Zudem wurde das Firmengebäude erweitert. Jedes Jahr verlassen einige Millionen Adventskalender, die in ca. 30 Ländern erhältlich sind, den Verlag. So zum Beispiel in Amerika, Australien, Japan, Namibia, Neuseeland und Ungarn.

    1989 wurde nach einem Motiv des Sortiments ein Adventskalender mit über 12 Meter Höhe gefertigt.

    Seit 2001 unterhält der Verlag ein eigenes Verkaufsbüro in der Nähe von London.

    Auch heute noch ist es unser Ziel, die vorweihnachtliche Tradition des Adventskalenders zu erhalten und einem breiten Publikum näher zu bringen.
    Seit 1991 ist Frank Sellmer und seit 2000 Oliver Sellmer, Enkel des Firmengründers, im Verlag tätig.

    Im August 2008 verstarb der Sohn des Firmengründers, Tim Sellmer, im Alter von 68 Jahren. Er prägte die Firma 40 Jahre lang und war Spezialist für die Entwicklung und Produktion von Adventskalendern. Er erfand eine einzigartige Maschine zur rationellen Beglimmerung von Adventskalender.

    Seine Söhne Frank und Oliver Sellmer führen den Verlag in seinem Sinne fort.

Für weitere Informationen steht Ihnen Annette Sellmer gerne zur Verfügung

   
 

   
 
 

Die Produktion 1950 - hauptsächlich Handarbeit.

 

Heute haben moderne Maschinen die Handarbeit ersetzt

Einen Rundgang durch die Produktion von heute
können Sie hier machen. (Flash Player erforderlich)


 

Eine moderne Lagerhaltung ermöglicht schnellsten Lieferservice.
Ca. eine Million Adventskalender werden hier auf Lager gehalten.

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